LET'S GET READY FOR THE WOMEN*'S STRIKE! 

WOMEN*'S STRIKE COLLECTIVE AT UNIVERSITIES, GROUP ETH  

 

Programm at June 14th at the Polyterrasse

10:00 Meeting point of FQTI* at ETH 

​- Enjoying the morning in the coffee lounge!

- Let's paint a huge picture with chalk on the floor

- Come and motivate women* to join the day

PS: bring: colorful towels, hats, sun lounger, sun glasses or anything else to show you are striking!  

11:00 Let's be loud!

11:30 Handing over the open letter

to ETH (Read the open letter  here!)

12:00 Meet other groups of the women*'s strike collective at universities and other feminist groups. BIG FEMINIST LUNCH!

Afterwards: We will enjoy the rest of the day together and go to the big DEMO at 5 o' clock.

 

CALL FOR ACTION ! 

Europaweit und darüber hinaus legten Frauen* am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit nieder. In der Schweiz soll am 14. Juni 2019 erstmals seit 1991 erneut ein umfassender feministischer Streik stattfinden. Wir rufen alle FTIQ* (Frauen*, Trans*, Inter* und genderqueere* Personen) aus dem Hochschulkontext auf, sich dem Streik anzuschliessen - Arbeitende und Studierende.

 

Die hochgelobte Chancengleichheit zwischen Studierenden an den Hochschulen ist trotz diverser Gleichstellungsprojekte noch lange nicht erreicht und basiert weiterhin auf der Logik des binären Geschlechtersystems. Wie soll Chancengleichheit erreicht werden, wenn sich die Karriereförderung der Frauen* vor allem auf neoliberale „Flexibilisierung“ (d.h. Abbau von Arbeitsrechten) und die damit verbundene „Vereinbarkeit“ (i.e. Doppelbelastung) von Familie und Beruf bezieht? Frauen*, die den Hauptanteil der unbezahlten Haus- und Betreuungs-Arbeit übernehmen, stellen ihre Arbeitskraft dem Patriarchat, dem Staat, und dem kapitalistischen Profit zur Verfügung, und zwar ohne Entschädigung und zu ihrem individuellen Nachteil. Das zeigt sich beispielsweise in der Altersarmut vieler Frauen*.

 

An den heutigen Zürcher Hochschulen ist Diskriminierung und ungleiche Behandlung aufgrund des Geschlechts täglich beobachtbar. Der Frauen*-Anteil an der ETH liegt auf Bachelorstufe bei 31% und bei den Voll-Professuren bei 12%. Diese Tatsache unterstreicht die Ungleichheit. Frauen* erledigen den Grossteil der schlecht bezahlten Jobs wie Reinigungs- und Verpflegungs-Arbeiten im täglichen Betrieb während sie in Doktorats-Positionen untervertreten sind. Personen, deren Geschlechtsidentität weder weiblich noch männlich ist, haben keine Möglichkeit, dies anerkannt zu bekommen und ihnen stehen weder geschlechtsneutrale Toiletten noch Umkleidekabinen zur Verfügung.

 

Darüber hinaus führen die jüngsten Ereignisse an der ETH Zürich erneut vor Augen, dass sexualisierte Gewalt in den Abhängigkeits- und Hierarchieverhältnissen der Hochschulen eine Realität sind. Aufgrund dieser Missstände hat sich der Verein Speak Up in Academia! gegründet.

 

Unterdrückung und Ausbeutung aufgrund patriarchaler Gesellschaftsverhältnisse erfahren aber nicht nur akademische Mitarbeiterinnen*, sondern insbesondere Mitarbeiterinnen*, die in feminisierten und ausgelagerten organisatorischen Bereichen der Hochschulen angestellt sind. Durch privatisierte Arbeitsverhältnisse wie jene in den Mensen ziehen sich die Hochschulen aus der Verantwortung. Den ausgelagerten Mitarbeitenden stehen wichtige Vorteile nicht zur Verfügung, auf die direkt angestellte Mitarbeitende der ETH zurückgreifen können.

 

Wir rufen deshalb auf zur Teilnahme am Frauen*streik. Weil es uns alle betrifft. Kommt am 14. Juni zahlreich um 10.00 Uhr zur Polyterrasse und bringt eure Anliegen ein, damit alle sprechen und gehört werden können, denen das Patriarchat Sand ins Getriebe streut! Besucht uns auf der Webseite: fightforequalityeth.com

 

* Wir verwenden das Sternchen um auf die soziale Konstruiertheit der Geschlechterkategorien hinzuweisen.

Frauenstreikkollektiv ETH

 
Manifsto-of-the-Womens-strike-collective
 

WHO ARE WE 

Wir sind verschiedene FTIQA+s, die in irgendeiner Form ihren Alltag an der ETH Zürich verbringen, ob als Lern- oder Lehrorte, als Arbeits- oder Forschungsorte.
Wir wollen uns sichtbar und hörbar machen und uns solidarisieren gegen sexistische Gewalt, unbezahlte und nicht anerkannte Care-Arbeit, Lohnungleichheit, Unterdrückung und vieles mehr. So auch in Zürich und so auch an den Hochschulen.
Kommt, plant den Streik mit, erzählt es weiter und bekämpfen wir gemeinsam die patriarchalen und unterdrückenden Verhältnisse an den Hochschulen als Arbeits-, Forschungs- und Lehr- und Lernort!

Frauenstreikkollektiv ETH

 

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